Schäuble sagt das Ende des britischen Pfunds voraus

Greift die Euro-Krise auf die britische Währung über, hätte das gravierende Folgen. Finanzminister Schäuble schließt den Untergang des Pfunds nicht aus.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den britischen Premierminister David Cameron für seine Aussagen zur Euro-Krise kritisiert. Großbritannien hatte die 17 Euro-Länder mehrfach gedrängt, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Es wachsen Befürchtungen über eine Spaltung Europas in eine EU der 27 und die Euro-Zone.

Schäuble sagte, es sei das Recht Großbritanniens, vorläufig nicht der Euro-Zone anzugehören. "Das respektieren wir auch." Die 17 Euro-Länder benötigten aber Regelungen, damit die Währung stabil sei.

Dies fordere übrigens auch Cameron, weil es Ansteckungsgefahren aus der Euro-Krise auch für das britische Pfund geben könnte. "Insofern ist das kein Gegensatz", sagte Schäuble. "Wir müssen in der Euro-Zone unsere Währung stabil halten."

Je besser dies gelinge, umso schneller werden sich laut Schäuble andere, die heute noch nicht zur Euro-Zone gehören, von den Vorteilen dieser gemeinsamen Währung überzeugen. Es werde zwar noch ein bisschen dauern. Aber eines Tages werde ganz Europa eine Währung haben. "Aber es geht vielleicht schneller, als mancher heute auf der britischen Insel glaubt."

Britische Banken drosseln Geldfluss in Euro-Krisenländer

Britische Banken fuhren einem Zeitungsbericht zufolge ihre Kreditvergabe an Euro-Länder im Sog der Schuldenkrise drastisch zurück. Binnen drei Monaten verringerten die vier größten Institute Großbritanniens demnach ihre Interbanken-Kredite an Länder wie Griechenland und Spanien um rund ein Viertel auf 10,5 Milliarden Pfund (12,3 Milliarden Euro).

Wie die "Financial Times" nach eigenen Berechnungen weiter berichtete, zogen sich die Großbanken HSBC, Llyods, RBS und Barclays im dritten Quartal erstmals auch in großem Stil aus dem Kreditgeschäft mit Italien zurück. Die neue Regierung in Rom hat inzwischen weitreichende Reformen im Kampf gegen die Schuldenkrise angekündigt.

Mit einem Minus von insgesamt 40 Prozent griff HSBC dem Bericht zufolge am energischsten durch: Sie drehte für griechische Banken den Geldhahn ganz zu und senkte das Kreditvolumen im Geschäft mit Spanien und Irland um zwei Drittel. Von keiner der vier britischen Banken war zunächst eine Stellungnahme zu bekommen.

Streit um Finanztransaktionssteuer verschärft sich

Der britische Premier wird zu Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erwartet. Bereits im Vorfeld gab es Streit um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in den EU-Staaten.

London lehnt eine solche Abgabe strikt ab, weil es Nachteile für seine Finanzindustrie befürchtet. Eine Finanztransaktionssteuer ist dagegen nach den Worten Schäubles richtig und notwendig. So könne ein Teil der sehr hohen Kosten bewältigt werden, um Ansteckungsgefahren zu verhindern.

Es gebe überall für alle Güter und Dienstleistungen eine Umsatzsteuer. Nur Finanzdienstleistungen seien davon ausgenommen. "Und ich kann nicht erkennen, warum das so sein soll", sagte Schäuble.

Es könnten vor allem aber auch manche Übertreibungen an den Finanzmärkten eingedämmt werden. Hier liefen Prozesse – auf Basis computergesteuerter, komplexer Rechenmodelle – quasi automatisch ab. Und keiner steuere diese oder habe einen kompletten Überblick.

"Wenn eine Finanztransaktionssteuer auf einen kleinen Prozentsatz oder den Bruchteil eines Prozentes erhoben wird, dann wird diese Art von Volatilität ein Stück weit an den Finanzmärkten bekämpft", sagte Schäuble. "Und es kann der Stabilität des Systems nur dienen."
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How this goes down in the UK, the DailyMail to be exact:

Schäuble Says UK Will Join Euro and Germany Has Plan To Block British Referendum:

Some segments:

Senior Tory calls for 'permanent, universal opt-out' from European laws
Germany's Chancellor today denied the British people the chance for an EU referendum as as she said the eurozone crisis would be resolved without the UK's involvement.
The UK is also trying to avoid a formal 'two-tier' system in the EU, for fear of being left outside key decision making in the non-eurozone margins.
British ministers are convinced a two-tier system, splitting the 17 eurozone members from the other 10, is unworkable.
Anyways, UK is going bonkers -- with good reasons.

As I have been saying for almost a year now: the British obstrucionist attitude is the cause for the UK to be completely side-lined. Good riddiance as far as I'm concerned!